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Filmübersicht

Mademoiselle Marie

Oradour-sûr-Glane ist in Frankreich das Symbol für die Verbrechen der Nazis im Zweiten Weltkrieges. Das Dorf wurde 1944 von Angehörigen der SS zerstört, 642 Bewohner wurden ermordet. Nur sechs haben überlebt, einer von ihnen ist Robert Hébras. Er ist die zentrale Figur des Films, zu dem Fritz Stiegler das Manuskript geliefert hat. Angeregt durch einen französischen Zwangsarbeiter auf dem Hof seiner Großeltern und Eltern im Fränkischen, schrieb er das Buch zu einem Musical, das die Zuschauer ins Jahr 1955 entführt:

Zehn Jahre nach Kriegsende beginnt in Deutschland gerade ein neues Zeitalter. Die Menschen finden Arbeit, es entstehen Kaufhäuser, die gewonnene Fußball WM 1954 schafft neues Selbstvertrauen. Während die Jugend „Roggn Roll“ tanzt, rückenfreie Kleider trägt und mit Schmalzlocken dem amerikanischen „Way of Life“ nacheifert, lasten auf der Kriegsgeneration noch immer die Schatten der Vergangenheit.
Marie (Romina Satiro), eine selbstbewusste Bäuerin aus einem fränkischen Dorf, wartet noch immer auf ihren in Russland vermissten Mann Hans (Klaus Kinzel). Der heimlichen Liebe von François (Manuel Unterburger), dem französischen Kriegsgefangenen, der auf ihrem Hof eingesetzt war und geblieben ist, verschließt sie sich.
Während der Heuernte gibt sie jedoch schließlich seinem Werben nach und begleitet ihn auf seinen Wunsch zu seinen Eltern nach Frankreich, die in die Nähe von Oradour einen Weinberg besitzen. Dort stößt sie auf brüske Ablehnung, die beiden werden mit Eiseskälte empfangen. Ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. Die Ereignisse überschlagen sich, als Konrad Adenauer 1955 mit Chruschtschow über die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen verhandelt. Hans kommt zurück, Marie muss sich entscheiden….

Bild::Mademoiselle Marie

Musical, 99 Minuten, freigegeben ohne Altersbeschränkung

Filmdetails

Spielzeiten

04.12.2016
17:00 Uhr
03.12.2016
17:00 Uhr